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Feuerwehrhaus wird ausgebaut
Freitag, den 27. August 2010 um 16:24 Uhr
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Mittelhessen.deMerenberg-Barig-Selbenhausen. Als letzte der fünf Ortsteil-Feuerwehren kommt die Feuerwehr Barig-Selbenhausen nun in den Genuss eines "neuen" Feuerwehrhauses: Bei der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend in Merenberg votierten die Gemeindevertreter einstimmig für einen Umbau mit Sanierung ...

Hinweis:
Verwendung der Artikel vom
Weilburger- bzw. Nassauer Tageblatt mit freundlicher Genehmigung von Mittelhessen.de.

Gemeindevertretung Merenberg stimmt für Anbau in Barig-Selbenhausen

Grund ist unter anderem, dass das vorhandene Feuerwehrgerätehaus nicht mehr den gesetzlichen Bestimmungen entspricht.

Genügend Platz ist da: Neben dem Feuerwehrgerätehaus in der Schulstraße in Barig-Selbenhausen soll der neue Anbau entstehen, mit dem das Gebäude auf den neuesten Stand gebracht werden soll. (Foto: Diefenbach) | mittelhessen.deBild: Genügend Platz ist da: Neben dem Feuerwehrgerätehaus in der Schulstraße in Barig-Selbenhausen soll der neue Anbau entstehen, mit dem das Gebäude auf den neuesten Stand gebracht werden soll. (Foto: Diefenbach) | mittelhessen.de

Nach den bisherigen Planungen liegen die Kosten bei gut 220 500 Euro. Diese Kosten beziehen sich auf einen Anbau rechts vom bestehenden Gebäude - von der Schulstraße aus gesehen. Eine vorher in Betracht gezogene Aufstockung würde 18 500 Euro teurer kommen, sagte Bürgermeister Reiner Kuhl (parteilos).

Das Land Hessen gibt - sofern der Umbau nach den gesetzlichen Bestimmungen erfolgt - einen Zuschuss in Höhe von 71 000 Euro. Rechnet man die kalkulierte Eigenleistung der Feuerwehr Barig-Selbenhausen in Höhe von 45 600 Euro ein, so bleibt für die Gemeinde Merenberg ein Betrag von rund 104 000 Euro. Die Mittel werden in den Haushalt 2011 und 2012 eingestellt.

Nach dem Beschluss der Gemeindevertreter soll nun aber auch bei diesem Betrag nach weiteren Einsparmöglichkeiten gesucht werden. Das soll in Zusammenarbeit zwischen Gemeindevorstand, Architekturbüro, der Feuerwehr und dem Bau- und Planungsausschuss als beratendes Gremium geschehen. Die SPD-Fraktion hatte den Vorschlag gemacht, den Ausschuss mit ins Boot zu holen, weil dort Bau-Experten vertreten seien.

"Wir müssen versuchen, die Kosten weiter zu senken", betonte Kuhl angesichts der angespannten finanziellen Situation des Marktfleckens Merenberg. "Unserer Ansicht nach ist ein Anbau unabdingbar notwendig. Die derzeitigen Zustände sind, wie es der Prüfbericht sagt, mangelhaft", betonte SPD-Fraktionschef Jürgen Wenzel die Dringlichkeit der Sanierung und Erweiterung.

"Soweit es finanziell noch machbar bleibt, stehen wir zu den Ortsteilwehren"

"Soweit es finanziell noch machbar bleibt, stehen wir ausdrücklich zu den Ortsteilwehren. Sie sind im Notfall schnell vor Ort und haben vor allem einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: die Ortskenntnis. Die wissen, wie man wohin kommt", so Wenzel weiter. Auch CDU-Fraktionschef Rudolf Schäfer bekräftigte die Unterstützung für den Erhalt der Ortsteilwehren und somit auch für den Bau des Feuerwehrgerätehauses. "Die Sicherheit der Bürger hat einen hohen Stellenwert", so Schäfer. Seine Freude über die hohe Summe der Eigenleistung der Barig-Selbenhäuser Wehr betonte Peter Ochs (FWG), der die Zustimmung seiner Fraktion ankündigte, um das Gebäude zu erhalten und die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten.

Walter Eigenbrodt von den Grünen erklärte, dass sich seine Fraktion schwer getan habe angesichts der schwierigen Haushaltslage. Er lobte aber den Vorschlag der SPD, den Bau- und Planungsausschuss an den weiteren Beratungen zu Einsparungen zu beteiligen.

Ihre Zustimmung erteilten die Merenberger Gemeindevertreter zudem der Verschmelzung der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Limburg-Weilburg GmbH (LNG) auf die Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil mbH (VLDW). Kuhl erklärte, dass es im Prinzip darum gehe "aus zwei Firmen eine zu machen". Für die Gemeinde sei dies kostenneutral, da es beim bisherigen Geschäftsanteil in Höhe von 2500 Euro bleibe. Ziel der Zusammenlegung sei die Nutzung von Synergieeffekten sowie Kosteneinsparungen. Oswald Schmidt, Grünen-Fraktionschef, sagte, dass es sich bei den prognostizierten Kosteneinsparungen bisher nur um Behauptungen handele. "Wir kaufen die Katze im Sack", so Schmidt. Er halte es für einen Scherz, dass der neue Verband weniger Kosten verursache als bisher, da unter anderem nicht festgelegt sei, wie viele Geschäftsführer es gebe.

Einem Grünen-Antrag zur Erweiterung der Geschäftsordnung stimmten die Merenberger Kommunalpolitiker ebenfalls zu: Demnach muss der Gemeindevorstand innerhalb von drei Monaten über die von der Gemeindevertretung beschlossenen Anträge berichten. Nikolaus Schuh (CDU) gab zu bedenken, dass solche Anträge Mehrarbeit und somit Mehrkosten für die Verwaltung bedeute. Er bat darum, nicht mehr allzu viele Anträge dieser Art zu stellen.

Einen Antrag der SPD-Fraktion nach der Erstellung eines Verkehrskonzeptes für den Ortsteil Merenberg vertagten die Gemeindevertreter. Eine weitere Sitzung des Bau- und Planungsausschusses wird bis Mitte Oktober einberufen. Dann soll das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Dillenburg die Ausbauplanungen für den vierten Abschnitt der B49 und den Bauzeitenplan vorstellen.

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