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Brandursache in Dietkirchen bleibt zunächst unklar
Donnerstag, den 22. Juli 2010 um 00:00 Uhr
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News der Nassauischen Neue PresseLimburg. Nach dem gestrigen Brand eines Bauernhauses mit sechs Toten im Limburger Stadtteil Dietkirchen liegen immer noch keine Erkenntnisse über die Brandursache vor. Die Limburger Polizei ermittel weiter in alle Richtungen ...

Hinweis:
Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

Nur noch die Giebelfront des zerstörten Bauernhauses ragt am Tag nach der Brandkatastrophe in Dietkirchen in den Himmel. Hier waren bei einem Brand am Dienstag sechs Menschen ums Leben gekommen. Foto: Boris Roessler, dpa

Bild: Nur noch die Giebelfront des zerstörten Bauernhauses ragt am Tag nach der Brandkatastrophe in Dietkirchen in den Himmel. Hier waren bei einem Brand am Dienstag sechs Menschen ums Leben gekommen. Foto: Boris Roessler, dpa

Zwar gab die Polizei in Wiesbaden bekannt, dass die bisherigen Erkenntnisse auf einen technischen Defekt als Brandursache hinweisen, die Limburger Kollegen legen sich jedoch noch nicht fest. Sie räumen aber ein, dass ein solcher Defekt als Ursache für das Feuer, bei dem eine fünfköpfige Familie und ein Erntehelfer ums Leben kamen, aber nicht audgeschlossen werden kann.

Der verheerende Brand brach gegen 0.30 Uhr in der Nacht auf Dienstag aus und überraschte das Ehepaar mit seinen drei erwachsenen Kindern nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr im Schlaf. Der Saisonarbeiter starb nach einem Sturz vom Dach des brennenden Hauses. Die Großeltern der Familie, ein weiterer Saisonarbeiter und ein Angestellter überlebten verletzt. Das mehrstöckige Bauernhaus im Ortsteil Dietkirchen wurde völlig zerstört. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf mindestens 300.000 Euro.

Ein Kreuz aus Eis

Am Mittwoch erinnerten ein Kreuz aus Eis, eine gefrorene Gedenktafel, Blumen und Kerzen vor der Brandruine im Limburger Ortsteil Dietkirchen an das Unglück. Die in der Sommersonne schmelzende Eis-Skulptur hat eine örtliche Künstlerin entworfen. Eine Gravur zierte den Eisblock: «In tiefer Trauer Gemeinde Dietkirchen».

Feuerwehrleute und Helfer räumten die Brandstelle auf. Bauern aus der Nachbarschaft kümmerten sich um die Tiere auf dem Hof, Seelsorger um die Überlebenden. Die 80 Jahre alten Großeltern, die einen Schock erlitten, waren in einem Nachbarhaus untergebracht. Der Erntehelfer, der sich aus dem brennenden Dachgeschoss hatte retten können, war bereits wieder mit dem Traktor unterwegs. Nach Angaben von Landwirten hatte er nur ein paar Schrammen an der Hand davongetragen. Viele Schaulustige fuhren am Morgen an dem ausgebrannten Gebäude mit der rußgeschwärzten Front zur Straße vorbei.

Laut Feuerwehr verschlimmerte das hölzerne Treppenhaus das Feuer. Stadtbrandinspektor Uwe Zimmermann sagte am Mittwoch, beim ersten Eintreffen am Unglücksort habe es so ausgesehen, als sei das Feuer im Ober- oder Dachgeschoss ausgebrochen. Die Holztreppe habe dem Anschein nach von oben nach unten gebrannt.


Anmerkung KFV: In unserer Rubrik Aktuelles finden Sie weitere Bilder und Berichte vom Brand in Dietkirchen.
 

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